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Familien auf einem neuen Weg

Wie der „Weg der Familien“ entstanden ist
Mutter Elvira und auch die Jugendlichen selbst haben erkannt, dass die Abhängigkeit und Lebenskrise, welche die Jugendlichen in die Gemeinschaft geführt haben, Ergebnis eines Übels sind, das tiefer liegt und dessen Wurzeln bis in die Kindheit zurückreichen:
In dieser Zeit sind viele Wunden entstanden, dort liegen häufig die Ursachen für Wut, Einsamkeit und Unversöhntheit...
Darum muss eine ganzheitliche Heilung diese Wurzel mit einbeziehen. Aus diesem Bewusstsein heraus ist bereits in der Anfangszeit der Gemeinschaft der „Weg der Familien“ entstanden. Wo ein Haus der Gemeinschaft Cenacolo entsteht, werden die Eltern und Familien miteinbezogen: Sie wirken mit an der Vorbereitung Jugendlicher, die in die Gemeinschaft eintreten wollen; sie gründen Gebetsgruppen und organisieren Elterntreffen in ihren jeweiligen Ländern...
Unserer monatlichen Sendung im Radio Maria hat Mutter Elvira den Namen gegeben: „Familien auf einem neuen Weg – bekehrte Eltern, gerettete Kinder“.
Dies ist der Sinn unseres gemeinsamen Weges.

Bekehrte Eltern, gerettete Kinder
Oft haben die Eltern alles Mögliche versucht, um ihre Kinder aus der Abhängigkeit zu befreien. Nach vielen vergeblichen Versuchen ist die Gemeinschaft oft die letzte Hoffnung.
Wir versuchen den Eltern zu vermitteln, wie wichtig es ist, ihre Kinder nicht nur in der Gemeinschaft „abzugeben“, sondern an der Rettung ihrer Kinder mitzuwirken, indem sie selbst einen Weg der Veränderung und Bekehrung beschreiten.
Wenn Eltern fragen, was sie für den Aufenthalt ihrer Kinder in der Gemeinschaft bezahlen sollen, antwortet Mutter Elvira oft so: „Als ihr euer Kind zu uns gebracht habt und es dem Tod nahe war, hätte ich euch von euch einen Scheck mit vielen Nullen verlangen können. Und ihr hättet ihn mir sicher ausgestellt, denn in eurer Verzweiflung hättet ihr alles getan, um einen Ausweg zu finden und euer Kind zu retten. Doch wir wollen nicht, dass ihr für das Leben eurer Kinder mit einer monatlichen Rate bezahlt: Sie sind jung und müssen die Ärmel hochkrempeln, um sich ihr neues Leben selbst zu erarbeiten.
Doch auch für euch Eltern gibt es einen ‚Preis’ zu bezahlen, denn das Leben eurer Kinder ‚kostet’ euch eine Veränderung. Gemeinsam mit ihnen müsst ihr euch um eure Bekehrung bemühen. Das ist der beste Weg, euren Kindern zu helfen. Habt Vertrauen zur Gemeinschaft und ändert euer Leben, sucht die Wahrheit und beginnt zu beten.“

Die Einheit als Rettung
Um einen Ausweg zu finden aus der verzweifelten Situation, welche die Drogensucht eines Kindes mit sich bringt, ist es unbedingt notwendig, vereint zu sein. Oft ist die Drogensucht des Kindes eine Provokation, ein Vorwurf gegenüber der Gesellschaft und der Familie: Sie erwarten von den Erwachsenen gegenseitigen Respekt, Versöhnung und Einheit.
Darum ist die erste Voraussetzung, um das Kind aus der Gewalt der Droge zu befreien, die Einheit untereinander. Manche Eltern leben getrennt, sind geschieden oder wieder verheiratet. Doch wenn sie ihrem Kind helfen wollen, dann müssen sie sich über einen klaren Weg einig sein. Ein gemeinsames Wort, ein gemeinsames Herz – nur die Einheit kann das Kind retten! Im Tiefsten wünscht sich der Sohn / die Tochter diese Einheit: „Seid vereint! Wenn ihr vereint seid, dann werde ich mein Leben retten! Wenn ihr beide dieselbe Sprache sprecht, dann kann ich euch nicht mehr an der Nase herumführen…“ Mutter und Vater müssen auf diesem Weg miteinander und auch mit den anderen Familienmitgliedern vereint sein.

Familie und Gemeinschaft – ein Bündnis für das Leben
Der Weg der Eltern ist unentbehrlich; er ist nicht nebensächlich! Es ist wichtig, dass die Familie mit der Gemeinschaft in dieselbe Richtung geht, andernfalls ist es schwierig, den Kampf gegen das Böse zu gewinnen. Die Gemeinschaft unterstützt die Familie in Momenten des Leidens, der Mühe und der Verzweiflung. Sie unterstützt sie, aber sie ersetzt sie nicht. Die Bindung zwischen Eltern und Kindern muss geheilt und erneuert werden, doch sie kann nicht ersetzt werden. Sie stellt einen Grundstein dar und beeinflusst weiterhin – positiv wie negativ – den Heilungsweg der Kinder.
Die Familie und die Gemeinschaft müssen gemeinsam für das Leben der Kinder kämpfen: Wenn dieses Bündnis fehlt, dann fällt es dem Bösen nicht schwer, mit dem Leben der Kinder zu „spielen“.
Aus diesem Grund widmen wir den Familien sehr viel Zeit und Energie, damit die Lebensgeschichte der jungen Menschen von allen Seiten „umarmt“ wird:
auf der einen Seite die stützende Hand der Gemeinschaft, auf der anderen Seite die der Familie, die neue Hoffnung schöpft.
Der Lebensstil der Gemeinschaft soll auch Anregung für die Familie sein. Gemeinsame Punkte auf dem Weg sind wichtig, um sich gegenseitig Mut zu machen und stets das Gute anzustreben. Oft geschieht es, dass die Jugendlichen Kraft schöpfen, wenn sie eine Veränderung in ihrer Familie sehen; sie fühlen sich geliebt und ermutigt.

Ein Weg der Freundschaft durch das Gebet
Wenn ein junger Mensch in die Gemeinschaft eintritt, dann trifft er auf andere Jugendliche wie ihn, die jedoch bereits eine Veränderung erlebt haben. Sie bieten ihm ihre wahre und selbstlose Freundschaft an. In ihren Augen kann man ein Leuchten sehen. So ist es auch für die Eltern: Viele Familien kommen verzweifelt zu den ersten Treffen und hören die Geschichten von Eltern, die noch verzweifelter waren, die jedoch neue Hoffnung geschöpft haben und diese mit den anderen teilen wollen, um ihnen Mut zu machen. Aus diesem geteilten Leid entstehen viele wahre Freundschaften. Die Last wandelt sich durch den Glauben in ein Zeugnis der Auferstehung.
All dies ist möglich, wenn man sich in Wahrheit und im Gebet Gott anvertraut. Das Gebet führt uns auf einen gemeinsamen Weg; es bewirkt, dass Eltern und Kinder sich gegenseitig unterstützen, dieselben Hindernisse überwinden und gemeinsam dem neuen Leben entgegengehen.

 Ansprechpartner für Eltern und Angehörige

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